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Comeniusschule

Fach Latein
Geschrieben von administrator   

Latein ist die Sprache der Römer, die zu Beginn des 2.Jh. n.Chr. ein riesiges Weltreich besaßen. Dieses Weltreich reichte von Britannien im Nordwesten bis Ägypten im Südosten und umfaßte insbesondere den gesamten Mittelmeerraum. So gehörten zum Beispiel die heutigen Länder Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und England, aber auch Teile Südwestdeutschlands zum römischen Weltreich.

Dies erklärt, weshalb viele französische, italienische, spanische, englische und deutsche Wörter auf ein und dasselbe (lateinische) Grundwort zurückgehen.

Latein ist aber auch nach dem Untergang des römischen Weltreichs im 5.Jh. n.Chr. weiter lebendig geblieben. Es war die Sprache der Gebildeten im Mittelalter, in der Renaissance und zum Teil sogar in der Neuzeit.

Warum soll man heute noch Latein lernen?

Vor dieser Frage stehen jedes Jahr viele Schüler, wenn es gilt, sich für oder gegen das Fach Latein an der Schule zu entscheiden.

Die Antwort, die früher zumeist an erster Stelle fiel, war die der Lateinkenntnisse als Zugangsberechtigung für viele Studienfächer. Auch heute gibt es immer noch einige Studienfächer, die das Latinum voraussetzen. Wer etwa Geschichte, Theologie oder eine romanische Sprache (Fr., I., Spa., Port. etc.) studieren will, braucht zwingend das Latinum. An den Universitäten werden zwar Intensivkurse zum Nachholen des Latinums angeboten. Diese sind allerdings mit einem enormen zusätzlichen Arbeitsaufwand verbunden. Kein Wunder, schließlich holt man hier in 10 Monaten nach, wofür Schüler in der Schule 5 Schuljahre Zeit haben.

Es gibt aber auch einige Fächer, die ihre Zugangsbestimmungen geändert haben und heutzutage kein Latinum mehr erfordern. Vor allem Medizin und Jura gehören in diese Kategorie. Daher sollte dieses Motiv bei der Sprachwahl nicht mehr an erster Stelle stehen.

Folgende Argumente sind ausschlaggebender:

1.    Ableitfunktion

Latein ist Grundlage aller romanischen Sprachen in Grammatik und Wortschatz. Wer Latein lernt, tut sich beim Lernen anderer romanischer Sprachen leichter. Selbst die nicht-romanische Sprache Englisch kann von Lateinkenntnissen profitieren: mehr als 50% des englischen Wortschatzes haben lateinischen Ursprung und lassen sich für Lateinschüler leichter ableiten.

LATEIN KEIN UMWEG, SONDERN ABKÜRZUNG FÜR DAS ERLERNEN MODERNER SPRACHEN.

2.    Zielsprachenorientiert

Latein hilft nicht nur beim Erlernen von Fremdsprachen, sondern erleichtert auch den Umgang mit der deutschen Sprache. Das in Latein erlernte grammatische Grundlagenwissen fördert die Kompetenz im Umgang mit dem Deutschen. Durch den im Übersetzungsvorgang geschulten Prozess steigert sich zudem die Ausdrucksfähigkeit im Deutschen.

LATEIN IST STÜTZE DER MUTTERSPRACHE

3.    Sekundärtugenden

Durch den Lateinunterricht werden analytische Fähigkeiten und methodisches Arbeiten trainiert. Wer Latein lernt, wird ständig zum präzisen Lesen gezwungen und schult damit seine Konzentration und sein Durchhaltevermögen.

LATEIN ALS LEGALES GEHIRNDOPING

4.    Mehr als eine Sprache

Unsere Moderne Kultur ist geprägt durch das kulturelle antike Erbe. Egal ob im Fußballstadion, im Kino oder im Parlament: Die Entschlüsselung vieler Symbole, Bräuche und Anspielungen des alltäglichen Lebens lässt sich oftmals nur durch die im Lateinunterricht vermittelte humanistische Bildung leisten.

ZUKUNFT BRAUCHT HERKUNFT

 

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Flyer des Kultusministeriums "Latein macht Spaß"