Ingenieure braucht das Land: Erste Schüler-Ingenieur-Akademie am Kepler-Gymnasium

Das SIA-Team mit seinen Betreuern Daniel Finkbohner (hinten links) ,Rüdiger Kupper und Albrecht Ortmann (vorne)„Ingenieure sind auf dem deutschen Arbeitsmarkt sehr gefragt.“ Als Ingenieur habe man in Deutschland auf lange Sicht hervorragende Perspektiven, so Martin Helbling, Personalleiter der J. Schmalz GmbH bei der Begrüßung zur Abschlussveranstaltung der ersten Schüler-Ingenieur-Akademie, die in diesem Schuljahr am Kepler-Gymnasium stattgefunden hatte. Betreut von den Lehrern Albrecht Ortmann, Rüdiger Kupper und von Daniel Finkbohner (J. Schmalz GmbH) hatten die Schüler der Jahrgangsstufe 1 Anna Stengle, Kacper Kowalczyk, Josua Schmid, Marian Seeger und Marc Faulhaber von der Firma Schmalz den Auftrag bekommen, ein „Production Book“ zu erstellen.Dieses Production Book ist eine Handreichung, in der die wesentlichen Normen und Vorschriften zusammengetragen sind, die beachtet werden müssen, wenn Schmalz seine Handhabungssysteme nach deutschen Qualitäts- und Sicherheitsstandards im Ausland montiert.
Im Laufe des Schuljahres hatten sich die fünf Teammitglieder in die Fertigungstechnik eingearbeitet und das Thema untereinander aufgeteilt. Marc Faulhaber spezialisierte sich auf Muttern, Marian Seeger auf das Gegenstück, die Schrauben, Kacper Kowalczyk wurde zum Experte für hochfeste Schraubverbindungen und Schweißtechnik, Anna Stengle setzte sich mit thermischen Schneidverfahren auseinander während Josua Schmid sich mit Unterlegscheiben und der Qualität thermischer Schnittflächen befasste.
Das fertige Production Book und die wesentlichen Inhalte präsentierten die Schüler in einer öffentlichen Veranstaltung am 1. Juli bei der Firma Schmalz. Zu dieser Veranstaltung waren außer den Betreuern Schüler der Klasse 10 des Kepler-Gymnasiums, Familienangehörige der Referenten, Vertreter der Firmen Schmalz, Arburg, l'Orange und Eldec sowie Veronika Burckardt vom BBQ Nagold gekommen
Im Anschluss gab es einen Ausblick auf die nächste Runde der Schüler-Ingenieur-Akademie. Olaf Krebs von l'Orange stellte ein mögliches Thema für das neue Schuljahr vor: die 5S-Methode zur Verbesserung von Arbeitsabläufen.
Abschließend kam es zum regen Erfahrungsaustausch bei einer Diskussionsrunde über die Schüler-Ingenieur-Akademie.
„Es war viel Arbeit, wöchentliche Teamsitzungen waren notwendig und es musste einiges an Freizeit investiert werden. Aber es war die Mühe wert, denn wir haben Einblick in Abläufe bekommen, die man sonst als Schüler nie erhält“, so Marian Seeger. „Die Schüler konnten Qualitäten an den Tag legen, die sonst im Schulalltag völlig brach liegen“, stellte ihr Lehrer Albrecht Ortmann fest.

Drucken