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Suchtprävention
20171016 101132Zwei Drogentote innerhalb zweier Wochen im Landkreis, beide „Kunden“ desselben Dealers, jeweils gestorben an einer Überdosis aufgrund unzureichend gestreckter Drogen: Diese Tragödie, die sich vor Jahren im Landkreis Fds abgespielt hat, berichtete Kriminalhauptkommissar Walter Kocheise zu Beginn seines Vortrags vor Neuntklässlern. Sie dient ihm auch heute noch als Motivation, wichtige Aufklärungsarbeit vor Jugendlichen zu leisten. Diese fand in den letzten Tagen im Rahmen der am Kepler-Gymnasium seit Jahren stattfindenden Suchtprävention in allen 9. Klassen statt.
Auf Augenhöhe mit den Schülern und ohne erhobenen Zeigefinger informierte Herr Kocheise die Schüler über die aktuelle Lage im Raum Freudenstadt, den Einstieg und Suchtverlauf, Folgen von Drogenkonsum sowie die Handlungsmöglichkeiten beim Erkennen einer Drogensucht eines Mitmenschen.
Im Dialog mit den Schülern gewährte er dabei auch immer wieder Einblick in seinen Praxisalltag, etwa wenn er von der zunehmenden sozialen Isolation bis hin zur Verwahrlosung vieler seiner „Fälle“ oder dem Zerbrechen ganzer Familien durch die Drogensucht eines Kindes berichtete.
Auch beim Thema Canabis-Legalisierung oder dem bei Jugendlichen besonders beliebten Shisha-Kult hielt er mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg: Beides lehnte er klar ab, ersteres aufgrund der gravierenden Folgewirkungen bis hin zu Psychosen und Wahnvorstellungen, letzteres, um vor der Verharmlosungsstrategie der Tabakindustrie zu warnen: Shishas seien eben keine weniger schädliche Alternative zum Rauchen, sondern stark gesundheitsgefährdend durch Kohlenmonoxid-Dämpfe und das tiefere Einatmen des abgekühlten Rauches. Das gleiche gelte für sogenannte „Kräutermischungen“, die durch ihren harmlosen Namen verschleierten, dass es sich dabei um synthetische Drogen mit unbekannten Wirkstoffen und daher unkalkulierbaren Risiken handle.
Seinen kurzweiligen Vortrag beendete Herr Kocheise mit einem Appell an die Zivilcourage der Schüler: Mut, beim offenkundigen Abgleiten eines Freundes einzugreifen, Mut, sich bei solchen oder eigenen Problemen mit Drogen an die (nicht mit der Polizei zusammenarbeitende) Drogenberatungsstelle zu wenden, Mut, Verantwortung für sich und für die Mitmenschen zu zeigen.